Warum Waldkindergarten ?

 

Jede Jahreszeit bringt unterschiedliches Wetter, Farben, Geräusche, Gerüche mit sich.

Der Wald verändert sich ständig und bietet den Kindern einen immer neu zu entdeckenden Erlebnisraum.

 

Im Waldkindergarten können die Kinder ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben: Unebener Waldboden, Kletterbäume, Holzstapel zum Herunterspringen, Baumstämme zum Balancieren, Äste zum Tragen, Ziehen, Schieben. Der Wald bietet Anreiz zum Bewegen, er macht Lust auf Bewegung. Im Wald ist Teamarbeit gefragt. Da es keine vorgefertigten Spielzeuge gibt, wird immer zusammen gespielt. Es gibt viel Zeit und Raum für Rollenspiele, hier wird ständig auf emotionaler und sozialer Ebene gelernt.

 

Durch permanente Möglichkeiten zur Grenzerfahrung beim Hüpfen, Springen, Klettern und Balancieren, lernen die Kinder schon früh einen selbstbewussten Umgang mit sich und der Umwelt.

 

Die Kinder werden zur Kommunikation "gezwungen". Bedingt durch die Weite des Raumes müssen die Kinder in vielen Situationen aufeinander zugehen.

 

Kinder lernen durch ihre täglichen Erfahrungen die Natur als etwas Wertvolles und schützenswertes kennen und lieben. Dadurch wird die Grundlage für ein verantwortungsvolles Verhalten gelegt - geprägt durch Respekt Achtung und Liebe.

 

Durch die Stille im Wald finden Kinder Möglichkeiten zum Rückzug um diese in sich aufzunehmen und zu genießen. Obwohl eine große Kindergruppe zusammen ist, ist der Lärmpegel gering in freier Natur. Aggressionen können in Bewegung umgesetzt werden, was der Waldkindergemeinschaft sehr gut tut.

 

Selbstverständlich lauern auch Gefahren in der Natur. Die Kinder lernen jedoch sehr früh, das man im Wald nichts abpflücken soll und nichts in den Mund stecken darf. Das gilt auch für Finger und Hände. Die Zeckengefahr ist präsent, lässt sich jedoch durch entsprechende Kleidung, Kontrolle und Zeckenschutzmittel minimieren.

Aber - auch im heimischen Garten gibt es Zecken !!

 

"Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen."

 

Maria Montessori